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ABC DES GALOPPRENNSPORTS

Abstammung

Der Abstammung wird beim englischen Vollblut grosse Bedeutung beigemessen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Nachkommen von zwei erfolgreichen Eltern wie diese gute Leistungen bringen, ist wesentlich wahrscheinlicher, als wenn Vater und Mutter erfolgreich waren. Ein erstes wichtiges Kriterium bei einem Blick auf die Abstammung ist stets der Deckhengst, also der Vater.

 

Abstand

Mit diesem Begriff ist die Entfernung gemeint, die die Pferde zueinander im Ziel haben.

Die Abkürzungen lauten N = Nase; kK = kurzer Kopf; K = Kopf; H = Hals / 1/4, 1/2, 3/4 Pferdelänge, 1 Pferdelänge usw.

 

Abwieger

Vor und nach einem Rennen wird das Gewicht der Reiter mitsamt Sattel vom Abwieger geprüft.

 

Abzeichen

Unter diesem Begriff sind optische Abweichungen zu verstehen, die von der Grundfarbe des Pferdes abweichen. Sie können sich am Kopf, Körper und an Beinen eines Pferdes befinden und werden im Pass eingetragen.

 

Alter

Im weltweiten Rennsport gibt es ein – wie es in der Fachsprache heißt – „administratives“ Alter. Am 1. Januar eines jeden Jahres werden alle Pferde eines Jahrgangs ein Jahr älter, ganz egal wann sie geboren wurden. Bis zum 31. Dezember des Geburtsjahres nennt man ein Pferd Fohlen. Ab dem 1. Januar des zweiten Jahres handelt es sich um einen Jährling, ein Jahr später ist das Pferd zwei Jahre alt und so weiter.

 

Altersgewichtsrennen

Altersgewichtsrennen sind entweder Zuchtrennen oder Aufgewichtsrennen. Das zu tragende Gewicht des Pferdes hängt vom Alter und/oder den bisherigen Gewinnen ab.

Behinderung

Sollte eine durch einen Konkurrenten ausgelöste Situation dazu führen, dass ein Pferd nicht ungestört in Richtung Ziel galoppieren kann, spricht man von einer Behinderung. Die Rennleitung entscheidet, ob der Rennausgang so stark beeinflusst wurde, dass eine Rückversetzung des behindernden Pferdes hinter das behinderte Pferd oder gar eine Disqualifikation des behindernden Pferdes erforderlich ist.

 

Berufsrennreiter

Berufsrennreiter haben in der Regel eine Berufslehre als Rennreiter abgeschlossen und arbeiten (meist) hauptberuflich im Rennstall. Nach 50 gewonnenen Rennen darf sich ein Berufsrennreiter «Jockey» nennen.

 

Besitzer

Als Besitzer gilt jeder, der bei Galopp Schweiz Rennfarben eingetragen hat. Besitzer sind Aktivmitglieder des Vereins.

 

Blacktype

Gewinne oder Platzierungen eines Pferdes in Listen- und/oder Grupperennen werden im Abstammungsnachweis in einem Auktionskatalogs fettgedruckt dargestellt und ziehen so die Aufmerksamkeit von potentiellen Käufern auf sich. Das Erreichen von «Black Type» ist insbesondere für die Zucht von grosser Bedeutung und steigert den Wert nicht nur des entsprechenden Pferdes, sondern auch von dessen Nachkommen.

 

Blinkers

Ein anderer Begriff für Scheuklappen.

 

Bodenblender

Weiches, am Nasenband des Zaumzeugs befestigtes Fell, welches die Sicht des Pferdes auf den Boden einschränkt.

Canter

Dies ist die englische Bezeichnung für einen ruhigen bis mittelschnellen Galopp.

 

Champion

Nach jeder Saison werden die erfolgreichsten Aktiven als Champion geehrt. Die Anzahl der Siege ist bei Reitern und Trainern massgebend, bei Besitzern die Höhe der Gewinnsumme der gelaufenen Pferde. Dabei wird in Flach und Hindernis unterteilt.

 

Cross Country-Rennen

Sind Hindernisrennen über mehrheitlich feste Hindernisse wie Baumstämme, Wälle, Mauern oder Gräben. 

Derby

Das prestigeträchtigste Galopprennen der Saison und eins der wichtigsten Zuchtrennen. In der Schweiz treffen sich die besten dreijährigen Vollblutpferde jeweils im Juni für dieses über 2400 Meter führende Rennen in Frauenfeld. Zugelassen für das Derby sind in der Schweiz Stuten, Hengste und auch Wallache. Das erste Derby der Historie wurde im Jahr 1780 in Epsom (England) gelaufen.

 

Dirt

Untergrund, wird meist mit Sand gleichgesetzt, ist aber eine spezielle Form von diesem. In der Schweiz gibt es keine Rennenen auf Dirt/Sand.

 

Disqualifikation

Durch die Disqualifikation wird ein Pferd aus der Klassierung eines Rennens gestrichen. Verschiedene Gründe können zu einer Disqualifikation führen, zB. der Reiter wiegt sich nach dem Rennen nicht zurück oder er hat dabei weniger Gewicht als das Pferd hätte tragen müssen. Oder die Entnahme einer Dopingprobe beim Pferd wurde verweigert oder es kam im Rennen zu einer vom Reiter verschuldeten gravierenden Behinderung.

 

Doping

Die Pferde unterstehen sowohl im Rennen als auch im Training strengen Dopingbestimmungen. Verboten sind jegliche Wirkstoffe, die u.a. auf das Nervensystem, Herz- und Kreislaufsystem, den Verdauungsapparat, die Harnwege, Fortpflanzungsorgane oder den Bewegungsapparat wirken. Als absolut verbotene Wirkstoffe gelten zB. anabolisierende Steroide oder synthetische Sauerstofftransporteure. Es werden jährlich rund 65 Dopingproben am Renntag genommen. Bei ca. 160 Rennen pro Jahr bedeutet das, das in etwas mehr als jedem zweiten Rennen ein Pferd in die Dopingkontrolle geht. Zusätzlich werden unangekündigte Dopingkontrollen im Training durchgeführt.

 

Auch Reiter dürfen nicht an Rennen teilnehmen, wenn sie unter Einfluss von verbotenen Substanzen (Alkohol oder Medikamente gemäss Dopingliste der Welt-Anti-Doping-Agentur) stehen.

 

Dreierwette

Sie wetten auf drei Pferde und gewinnen, wenn die drei Pferde die ersten drei Plätze in der richtigen Reihenfolge belegen. Wird keine Dreierwette in der richtigen Reihenfolge gespielt, gewinnen Sie mit den zwei Erstplatzierten (1. + 2. + x.) ; wird auch diese nicht getroffen, gewinnen Sie mit dem Erstplatzierten (1. + x. + x.). Die Dreierwette ist schwierig zu tippen und bringt daher (meist) grosse Wettgewinne.

Einlauf

Gemeint ist im Allgemeinen die Zielgerade. Kann aber auch die Reihenfolge der im Ziel eingelaufenen Pferde sein.

 

Einsatz

Der Betrag, den ein Wetter einsetzt oder auch die Nennungsgebühr für den Start eines Pferdes.

 

Englisches Vollblut

Ist eine ursprünglich aus England stammende Pferderasse, die in der Regel zur Nutzung im Galopprennsport gezüchtet wird. Als Englische Vollblüter dürfen nur Pferde bezeichnet werden, die einen lückenlosen Stammbaum auf die drei Urhengste ausweisen.

 

Erlaubnis

Siehe Gewichtserlaubnis

 

Ex officio-Untersuchung

Die Rennleitung kann aufgrund eigener Feststellung eines Reglementsverstosses oder auf Antrag von Funktionären am Renntag eine fakultative Untersuchung einleiten und durchführen. Zwingend ist eine ex officio-Untersuchung nach Stürzen durchzuführen.

 

Exterieur

Das optische Erscheinungsbild (Körperbau) des Pferdes.

Farben (Rennfarben)

Ein Rennpferdebesitzer lässt seine Rennfarben bei Galopp Schweiz eintragen. Die Rennfarben werden im Rennen vom Reiter in Form einer Seidenbluse getragen und dienen u.a. der Identifizierung des Pferdes während des Rennens. Der Besitzer kann die Gestaltung seiner Rennfarben, unter Berücksichtigung der reglementarischen Vorgaben, frei wählen.

 

Favorit

Ist oder sind die Pferde, die in einem Rennen am chancenreichsten auf den Sieg erscheinen.

 

Fegentri

Fegentri steht für "Fédération Internationale des Gentlemen-Riders et des Cavalières" und bezweckt die Internationalität sowie den Sport zu fördern. Ziel der Fegentri war ursprünglich eine Vereinigung der europäischen Amateurverbände. Im Laufe der Jahre sind immer mehr Mitglieder dazu gekommen, verteilt auf vier Kontinenten. Jährlich werden rund 35 Rennen in 20 verschiedenen Ländern durchgeführt. Diese Fegentri-Rennen stellen eine (inoffizielle) Weltmeisterschaft für Amateurrennreiter sowie -rennreiterinnen dar.

 

Fehlstart

Wird der Start durch einen Zwischenfall beeinträchtigt, kann der Starter Fehlstart anzeigen. Dazu schwenkt er eine rote Fahne, um den auf dem Geläuf befindenden Contrestarter auf den Fehlstart hinzuweisen. Der Contrestarter schwingt daraufhin eine weisse (oder auf Schnee grüne) Fahne und gibt so die Information den Reitern weiter. Notfalls kann die Rennleitung auch eine Sirene betätigen, die den Rennabbruch signalisiert. Nach einem Fehlstart werden die Pferde zurück an den Start geritten.

 

Finish

Die Endphase eines Rennens.

 

Flachrennen

Flachrennen werden in der Schweiz von 1100 m (Sprinterrennen) bis 3000 m (Steherrennen) gelaufen. Was bei den Leichtathleten Sprinter, Mittelstreckler oder Langläufer sind, heißt bei den Galoppern Sprinter, Meiler, Steher.

 

Flaggenstart

Auf kleinen Rennbahnen, vor Hindernisrennen oder bei einem Defekt an der Startmaschine (sowie vergleichbaren Gründen) werden Rennen mit der Flagge gestartet. So war es auch vor der Einführung der Startmaschine.

 

Formen

Als "Form" wird im Galopprennsport einerseits die Tagesverfassung der Aktiven, andererseits auch die vorherigen Leistungen des Pferdes bezeichnet.

 

Führring

Einer der wichtigsten Orte einer Rennbahn. Man erlebt alles hautnah: das Satteln der Pferde, die Reiter, Trainer und Besitzer. Die Pferde werden dabei den Zuschauern im Schritt präsentiert.

Galopprennen

Gemeint sind Zucht- und Leistungsprüfungen.

 

Gangart

Das Vollblut verfügt über drei Grundgangarten (Bewegungsabläufe) Schritt, Trab und Galopp.

 

Geläufzustand

Viele Pferde benötigen zur Bestleistung einen bestimmten Zustand des Geläufs. Manche Pferde mögen lieber festen (abgetrockneten) Boden, andere bevorzugen aufgeweichten oder schwerem Boden. Diese Pferde werden umgangssprachlich gerne als "Sumpfhühner" bezeichnet. Vor jedem Renntag wird die Tiefe des Grasgeläufs mit einem Bodenprüfgerät (Penetrometer) gemessen, die Skala reicht von null (sehr hart) bis zehn (sehr tief).

 

Geschwindigkeit

In den Flachrennen erreichen die Pferde eine Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 60 Stundenkilometer. Als Spitzengeschwindigkeit wurde über 70 km/h gemessen. Massgebend für die durchschnittliche Renngeschwindigkeit ist natürlich die Renndistanz. Längere Rennen weisen eine tiefere Durchschnittsgeschwindigkeit als kürzere Rennen.

 

Gestüt

Die Zucht- und Aufzuchtstätte für Pferde.

 

Generalausgleich (GAG)

Der Generalausgleich ist der Massstab der Jahresleistung eines Pferdes. Der Handicapper kategorisiert am Ende eines Rennjahres die Leistungen des Pferdes im Vergleich zu den anderen ein. Ziel dieser Einstufung ist es, durch unterschiedliche Gewichte allen Pferden in einem Rennen theoretisch die gleichen Chancen zu geben.

 

Gewichte

Entsprechend der Rennausschreibung wird das vom Pferd zu tragendem Gewicht individuell ausgerechnet. Der Reiter hat dieses Gewicht mit Kleidung und Sattel auf die Waage zu bringen, was vor und nach dem Rennen vom Abwieger kontrolliert wird. Im Grundsatz tragen Pferde mit besserer Rennleistung ein höheres Gewicht als Pferde mit schlechterer Rennleistung. Dieses System soll mehr Spannung für die Rennen und eine Chancengleichheit für die Pferde herstellen.

 

Gewichtserlaubnis

Reitererlaubnis: Pferde, die von weniger erfahrenen Reitern geritten werden, erhalten zum Chancenausgleich gegenüber Pferden, die von einem erfahrenen Reitern geritten werden, eine Reduktion des zu tragenden Gewichts. Je nach Anzahl Siege des Reiters kann diese von 1 kg bis 4 kg betragen. Ab 30 Siegen verlieren die Reiter jegliche Gewichtserlaubnis. Ausnahme sind weibliche Reiterinnen. Diese behalten 1 kg Gewichtserlaubnis, um einen Chancengleichheit gegenüber dem «stärkeren Geschlecht» zu haben.

 

Generelle Erlaubnis: Stuten und AQPS erhalten zum Chancenausgleich gegenüber anderen Pferden eine Gewichtserlaubnis von 1.5 kg resp. 3.0 kg. Ausgenommen in reinen Stuten- oder Handicaprennen.

 

Gruppen-Rennen

Gruppen-Rennen sind Rennen, deren Klassifizierung international abgestimmt bzw. festgelegt worden sind. Die Einstufung wurde geschaffen, um bedeutenden Zuchtprüfungen einen international vergleichbaren Maßstab zu geben. Je nach ihrer Bedeutung handelt es sich um ein Gruppe I, II- oder III-Rennen. Gruppe I-Rennen stellen dabei das höchstmöglichste Niveau im Rennsport dar. In der Schweiz verfügt kein Rennen über Gruppe-Status.

Halbblüter, Halbblut

Anders als Vollblüter haben Halbblüter keine „reine“ Abstammung, da meist Warmblutpferde zu den Ahnen gehören. In der Schweiz laufen Halbblutpferde in den gleichen Rennen wie Vollblutpferde. Zum Chancenausgleich erhalten sie eine Gewichtserlaubnis von 3 kg.

 

Halbbruder / Halbschwester

Mit diesem Begriff bezeichnet man Nachkommen derselben Mutterstute, aber von unterschiedlichen Deckhengsten.

 

Handicaps 

In den Handicaprennen wird das vom Pferd zu tragendem Gewicht vom Handicapper festgesetzt. In Flachrennen wird in vier Klassen kategorisiert, wobei das Handicap 1 die höchste und das Handicap 4 die tiefste Kategorie darstellt.

 

Handicapper

Handicapper stufen das von einem Pferd zu tragende Gewicht nach den vorherigen Leistungen des Pferdes ein.

 

Hindernisrennen

Hindernisrennen sind Galopprennen, die über Hindernisse führen. Dabei wird in Hürden-, Jagd- oder Cross Country-Rennen unterschieden.

 

Hürdenrennen

Hürdenrennen sind Galopprennen über Reisighürden, die in der Regel auf der Flachbahn aufgestellt werden.

Jährling

Als ein Jährling gilt ein Pferd unabhängig vom Geburtsdatum im darauffolgenden Jahr der Geburt vom 1. Januar bis 31. Dezember.

 

Jagdrennen

Jagdrennen sind Galopprennen über (Thuja-)Hecken. Sie werden auch als Steeplechase bezeichnet

 

Jockey

Bezeichnung für einen Berufsrennreiter, der mindestens 50 Siege errungen hat.

Kapuze

Die Kapuze wird den Pferden übergestreift, welche Probleme haben in die Startbox zu gehen. Kurz bevor die Boxen aufgehen, nehmen die Jockeys die Kapuzen blitzschnell herunter.

 

Klassische Rennen

Klassische Rennen sind Zuchtrennen für dreijährige Pferde. Es gibt folgende fünf klassische Rennen: 2000 Guineas (für Hengste und Wallache), 1000 Guineas (Pendant für Stuten), Swiss Derby, Prix de Diane (s.g. Stutenderby) und das St. Leger.

 

Kombiwette

Mehrere Pferde werden für Zweier., Dreier- oder Viererwette auf einen Wettschein genommen. Die Reihenfolge im Ziel ist egal.

Linkskurs

Auf einem Linkskurz galoppieren die Pferde links herum. Folgende Rennbahnen sind ein Linkskurs: Aarau, Avenches, Dielsdorf und Fehraltorf.

 

Listenrennen

Quasi die Europa League des Galopprennsports, wenn man einen Vergleich zum Fußball zieht. Sie stehen zwischen den Altersgewichtsrennen/Handicaps und der Grupperennen.

 

Lot

Die Gruppe der Pferde eines Trainers, die am Morgen ein Training gemeinsam absolvieren, wird als «Lot» bezeichnet.

Official Rating

Die offizielle Einschätzung des Könnens eines Pferdes.

 

Order

Die Anweisungen des Trainers (oder Besitzers) an den Jockey über die Taktik im Rennen.

 

OX

Arabische Vollblüter werden zur einfachen Unterscheidung von anderen Pferderassen durch ein ox hinter dem Namen gekennzeichnet.

Pace

Anderes Wort für Tempo.

 

Parade

Vor grossen Rennen werden die Pferde dem Publikom vor der Tribüne präsentiert.

 

Pedigree

Stammbaum eines Vollblutpferdes. Die Abstammung kann lückenlos bis auf die Stammväter und Mütter verfolgt werden.

 

Platzwette

Vorhergesagt wird, ob ein Pferd Erster, Zweiter oder Dritter wird.

 

PMU

Pari Mutuel Urbain – führender Wettanbieter aus Frankreich und Partner des Schweizer Pferdesportverbands (SPV).

 

Probesprung

Vor jedem Hindernisrennen absolvieren die Pferde im Rahmen des Aufgalopps einen Probesprung.

 

Protest

Haben Besitzer, Trainer und Reiter jedes im gleichen Rennen gelaufenen Pferdes Kenntnis von einem Reglementsverstoss eines Konkurrenten, sind sie zu einem Protest berechtigt.

 

Pullen

Eine Bezeichnung für den ungestümen Vorwärtsdrang des Rennpferdes bei gleichzeitigem Widerstand gegen die Hand des Reiters.

Rails

Gemeint sind die Begrenzung des Geläufs, meist sind sie aus Plastik.

 

Rechtskurs

Auf einem Rechtskurz galoppieren die Pferde rechts herum. Folgende Rennbahnen sind ein Rechtskurs: Frauenfeld, Maienfeld und St. Moritz.

 

Rennleitung

Die Rennleitung besteht aus mindestens zwei Mitgliedern und ist die oberste Instanz auf der Rennbahn. Sie beaufsichtigt die ihr unterstellten Rennen und sorgt durch entsprechende Anordnungen für deren reglementgemässe Durchführung.

 

Rennpreise

Werden den Besitzern der fünf erstplatzierten Pferde ausgezahlt.

 

Rennprogramm

Es enthält die Starterlisten sowie alle renntechnischen Angaben zum Renntag.

 

Rennsattel

Die Rennsättel gibt es in verschiedenen Gewichtsklassen, von nur 250 Gramm bis zu 1.5 Kilo. Der Reiter wählt für jeden Ritt den passenden Sattel als Ausgleich der Differenz zwischen seinem Körpergewicht und dem Gewicht, welches das Pferd zu tragen hat.

 

Rennverein

Der Veranstalter der Rennen und Hausherr auf der jeweiligen Rennbahn. Der Rennverein betreibt auch den Totalisator/Wettbetrieb.

 

Rennverfilmung

Die Rennen werden gefilmt, einerseits als Service für die Zuschauer, aber auch, damit die Rennleitung das Renngeschehen besser beurteilen kann.

 

Richter

Der Chefrichter legt die Reihenfolge der Pferde im Ziel sowie die Abstände fest.

Sandbahn

Geläuf auf Sand. In der Schweiz gibt es keine Sandbahnrennen, aber es wird grundsätzlich auf Sandbahnen trainiert.

 

Sattelbox

Nahe am Führring befinden sich auf den Rennbahnen die Sattelboxen. Hier werden die Pferde gesattelt.

 

Satteldecke

Sie zeigt die Startnummer an.

 

Scheuklappen

„Skl“ – Scheuklappen schränken das Blickfeld des Pferdes nach hinten sowie zur Seite ein. Sie dienen oftmals als Konzentrationshilfen.

 

Schutzweste

Sie schützt den Oberkörper und die Wirbelsäule des Reiters. Es besteht eine Tragepflicht.

 

Siegwette

Der Wetter sagt den Sieger eines Rennens vorher.

 

Sperrung

Ein Reiter darf aufgrund eines Vergehens eine gewisse Anzahl Renntage keine Rennen reiten. Bei einem Dopingvergehen können auch Trainer gesperrt werden.

 

Stalljockey

Dieser Jockey hat die Wahl welches Pferd er im Rennen reiten möchte.

 

Starter

Der Starter betätigt beim Boxenstart per Knopfdruck das Öffnen der Startmaschine. Beim Bänderstart lässt er ein über die Rennbahn gespanntes Gummiband «spicken».

 

Steeplechase

Englischer Begriff für Jagdrennen.

 

Stute

Eine Stute ist ein weibliches Pferd.

 

Stutenerlaubnis

Stuten erhalten in Rennen, die auch für Hengste und Wallache offen sind (mit Ausnahme von Handicaps), eine Gewichtsreduktion von 1.5 Kilo.

Totalisator

Das ist im Grunde die Institution des Wettgeschäfts auf der Rennbahn. Dabei wettet nicht der einzelne Besucher gegen den Rennverein, sondern alle Wetter wetten gegeneinander.

 

Totes Rennen

Wenn zwei (oder auch mehr) Pferde exakt auf gleicher Höhe durchs Ziel gehen, dann teilen sich diese Pferde den Sieg oder Platz. Und die Wetten werden ebenfalls an die Wetter beider Pferde ausgezahlt, allerdings (logischerweise) mit halbierter Quote.

 

Tote Spur

Als tote Spur ist meist die äusserste Spur eines Feldes bezeichnet. Das Pferd muss einen weiteren Weg galoppieren als die Pferde der innersten Spur, was dazu führen kann, dass ihm die Siegchance genommen wird.

 

Trainer

Berufstrainer bereiten die Pferde hauptberuflich auf die Rennen vor. Sie können eine beliebige Anzahl Pferde für eine beliebige Anzahl Besitzer in die Obhut nehmen. Besitzer-Trainer üben diese Aufgabe als Hobby aus. Sie dürfen die eigenen oder im Familienbesitz stehenden Pferde trainieren sowie für eine Drittperson maximal vier Pferde.

 

Turf

Bedeutet: Rennen auf Rasen oder bezeichnet allgemein den Galopprennsport.

XX

Englische Vollblüter werden zur einfachen Unterscheidung von anderen Pferderassen durch ein xx hinter dem Namen gekennzeichnet.

Zaumzeug

Wird am Kopf des Pferdes angebracht und dient der Steuerung/Kontrolle.

 

Zielfoto

Hilfsmittel für den Zielrichter. Ein vergrößerter Abzug wird auf den Zuschauerplätzen ausgehängt.

 

Zielgerade

Gemeint ist die letzte gerade Strecke vor dem Ziel.

 

Zielpfosten

Direkt gegenüber dem Richterturm markiert ein Pfosten mit einem Spiegel an der Bahninnenseite des Geläufs das Ziel.

 

Zuchtrennen

Zuchtrennen sind Flachrennen, in denen nur Hengste und Stuten eines Jahrgangs miteinander laufen. Abgesehen von der Stutenerlaubnis (1.5 kg) tragen alle Pferde das gleiche Gewicht.

 

Zurückwiegen

Unmittelbar nach jedem Rennen werden die Gewichte der Jockeys überprüft.

Überprüfung

Die Rennleitung kann aufgrund eigener Feststellung eines Reglementsverstosses oder auf Antrag von Funktionären am Renntag eine fakultative Untersuchung einleiten und durchführen (s.g. ex officio-Untersuchung). Zwingend ist eine ex officio-Untersuchung nach Stürzen durchzuführen.

Inländer

Als Schweizer Inländer gelten alle von einem Aktivmitglied von Galopp Schweiz mit Wohnsitz in der Schweiz gezüchteten Vollblutpferde, sobald diese definitiv in die Schweiz eingeführt worden sind. Es wird dabei zwischen «echten» Inländern und "assimilierten" Inländern unterschieden. Die «echten» Inländer sind im Schweizerischen Gestütbuch für Vollblut eingetragen, in der Schweiz geboren oder spätestens am 1. August des Geburtsjahres in die Schweiz gebracht wurden. Die "assimilierten" Inländer sind im Ausland geboren und aufgewachsen.

Maiden

Siegloses Pferd in der jeweiligen Rennart.

 

Meile / Meiler

Flachrennen, die über 1600 m führen. Bevorzugt ein Pferd diese Mitteldistanz, wird er als Meiler bezeichnet.

Nachwuchsrennen

Galopprennen für Rennreiter in der Ausbildung oder mit weniger Routine.

 

Nasenlänge

Vorsprung, im Umfang einer Pferde-Nasenlänge, eines Pferdes auf das andere.

 

Nichtstarter

Ein als Starter angegebenes Pferd läuft nicht.

Quoten

Am Totalisator wird der Faktor, mit dem der Einsatz im Falle des Gewinns multipliziert wird, als Quoten ausgegeben (Angabe jeweils pro 1 CHF). Massgebend ist dabei die bereits getätigten Einsätze auf ein Pferd (umso mehr Geld auf ein Pferd gesetzt wird, umso tiefer die Quote) und die Wettart (Sieg oder Platz). Die Gewinnquoten werden nach jedem gelaufenen Rennen für alle Wettarten getrennt ausgewiesen.

Waageschluss

Dieser Begriff bezeichnet das Ende des Zurückwiegens nach einem Rennen.

 

Wallach

Ein kastrierter Hengst.

Amateur

Ein Amateur übt den Rennsport als Hobby aus. Für die Ritte in Rennen erhält er eine kleine Entschädigung, hat jedoch keinen Anspruch auf Gewinnprozente.

 

Amateurrennen

Amateurrennen sind Galopprennen, bei denen ausschliesslich Amateure als Reiter zugelassen sind.

 

Amazone

Dieser Begriff bezeichnet eine Rennreiterin.

 

Aufgalopp

Ruhiger Galopp auf dem Weg zum Start. Lockert die Muskeln und gibt den Zuschauern die Gelegenheit, einen letzten Eindruck zu gewinnen. 

 

Aufgewichtsrennen

Aufgewichtsrennen sind Rennen, bei denen das von einem Pferd zu tragende Gewicht abhängt vom Alter, Geschlecht und den Gewinnsummen des Pferdes.

 

Ausschreibung

Der Verein Galopp Schweiz ist für die Teilnahmebedingungen der Rennen verantwortlich. In seinem Auftrag legt die Ausschreibungskommission, in Absprache mit den entsprechenden Rennvereinen, diese für jedes Rennen individuell fest.

 

Aussenseiter

Pferde, die nach der Meinung der Wettexperten weniger Chancen haben, was dazu führt, dass die Wettquoten für diese Pferde höher sind. Läuft ein Aussenseiter in die Totoränge, hat sein Wetter eine schöne Gewinnausschüttung auf sicher.

 

AQPS

Als "Autre Que Pur Sang" werden im Galopprennsport Pferde bezeichnet, die nicht der Englischen Vollblutrasse angehören. 

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